Besuche: [Besucherzähler]


Jahr 1999


Die Vereinsvorstände der Ortsvereine von Viereth und Weiher und die Kirchlichen Gremien nehmen das Angebot an, im Laufe des Jahres Altpapiersammlungen durchzuführen, die vom Landratsamt Bamberg mit 75, - DM pro Tonne bezuschusst werden.

Weiter wird im November beschlossen, dass diese Erlöse nur für einen gemeinnützigen Zweck verwendet werden, und der Jahreserlös von 4.200, - DM als Starkapital zum Bau einer Ortskrippe verwendet wird, die jährlich in der Advent- und Weihnachtszeit im Ortskern von Viereth aufgestellt werden soll



Planung

Jahr 2000

Im Januar werden aus den Ortsvereinen mit Andreas Dremel, Rudi Görtler, Robert Nüßlein, Konrad Steinhäuser und Michael Wachter das „Krippenteam" bestimmt, das man für geeignet hält, Standort, Planung und Bau der Ortskrippe zu realisieren.

Nach Vorlage der Fotomontage von Robert Nüßlein fällt die Entscheidung für den Standort der Krippe am Platz vor dem Kriegerdenkmal am Historischen Rathaus.

Zur Klärung der Bauweise und Größe des Krippenstalles und der Krippenfiguren hilft Krippenbaumeister Karl-Heinz Exner mit Fotos von Dorfkrippen aus dem Umkreis und fertig gekleideten Figuren (Dorfkrippe Rattelsdorf) aus der Schnitzerwerkstatt Simon aus Debersdorf im Steigerwald.

Rudi Görtler erstellt nach der Fotomontage ein Krippen-Modell im Maßstab 1: 20 welches als Vorlage für den Bau eines zerlegbaren Krippenstalles dient.



Krippenmodell

Im Mai werden bei o. g. Holzschnitzer die Grundausstattung von beweglichen Krippenfiguren mit einer Größe von 100cm bestellt. Aus finanziellen Gründen sind das die Figuren für drei vorgesehene Krippenszenen, „Herbergssuche", „Heilige Nacht" und „Flucht nach Ägypten", bestehend aus Maria, Josef, Jesuskind, Herbergswirt, Ochs, Esel, 2 Schafe, ein weiterer Kopf zur Verwendung für die Krippenfigur Schafhirte.

Josef Treuter stellt dem Krippenteam seine Scheune am Kirchberg als Krippenwerkstatt zur Verfügung.

In der Kolbingswerkstatt in Bamberg beginnt der Bau der Unterkonstruktion aus Vierkantrohr. Mit Josef Bretl kommt ein weiterer Krippenbauer dazu.

Mit dem Stallaufbau aus Seekiefernplatten und verleimten Holzbalken wird das Holzgerippe des Krippenstalles bis zum Richtfest erstellt.

Spendenaufruf an die Bevölkerung für Geldspenden und Übernahme von Patenschaften für die Krippenfiguren im Mitteilungsblatt.

Bereits zwei Wochen nach Spendenaufruf werden Patenschaften und Geldspenden im Wert von ca. 12.000, - DM auf das Krippenkonto bei der Sparkasse Bamberg (Filiale Viereth) gutgeschrieben.

Die Richtfestfeier unter großer Teilnahme der Bevölkerung ist am Sonntag, 1. Oktober in der Krippenwerkstatt. Schreinermeister Michael Wachter vom Krippenteam spricht den Richtspruch der auf das Bauwerk zugeschnitten ist, und befestigt unter Hilfe der Krippenbauer den Richtbaum am First. Die musikalische Umrahmung übernimmt die „Akkordeongruppe" Viereth. Für das leibliche Wohl sorgen die Ortsvereine. Weitere 3.082,94 DM, der Reinerlös dieser Veranstaltung, stehen dem Krippenkonto zur Verfügung.

Der Obst- u. Gartenbauverein Viereth stiftet anlässlich des Richtfestes einen Verkündigungsengel. Dadurch kann man was so gar nicht geplant ist, mit „Maria Verkündigung" schon im ersten Jahr, eine weitere Szene ins Visier nehmen. Holzschnitzer Simon und das Krippenteam kommen dadurch ganz schön unter Druck.

Es sind nur noch sieben Wochen bis Weihnachten, die Arbeiten gehen zügig weiter, denn mit Herbert Fößel kann man nach dem Richtfest einen weiteren erfahrenen Krippenbauer dazu gewinnen.



Richtfest

In einen Raum der Vierether Schule bemalen Marie Luise Hohner und Robert Nüßlein Hände, Füße und Köpfe der rohen Krippenfiguren. Gleichzeitig fertigen die „Näherinnen", Albert Monika, Inge Dremel, Hannelore Görtler, Walli Lang, Luise Wahner, Lydia Weyrauther und Rita Zweier Unterkleider und Gewänder, manchmal auch mit hochroten Köpfen. Alles läuft wie am Schnürchen, auch Unklarheiten bei den speziellen Details die immer wieder aufkommen, werden miteinander besprochen und gelöst.

Samstag, 25. November Aufstellen des Krippenstalles an seinem angedachten Platz unter Mithilfe junger kräftiger Helfer von der FFW Viereth.

Bis zu diesem Zeitpunkt hat das gesamte Krippenteam über 800 Stunden seiner Freizeit für ihre Vierether Ortskrippe geleistet, der dabei aufkommende "Teamgeist" ist überwältigend. Besonders stolz ist man darauf, dass jede der Krippenszenen ein eigenes Hintergrundbild aufweisen kann.



Bemalen der Figuren

Samstag, 2. Dezember Feierliche Eröffnung. Begrüßung der Ehrengäste und eine große Menschenmenge durch Rudi Görtler. Segnung der Krippe und seinem gesamten Zubehör durch Pfr. Lohneiß (Trunstadt) in Vertretung für den Ortsgeistlichen Pfr. Bogatschef, und durch Pfr. Bruhar (Trabelsdorf). Krippenbaumeister Karl-Heinz Exner erklärt den Sinn vom Weihnachtsgeschehen und der Krippe. Robert Nüßlein nennt die Namen der Spender und dankt allen die gleichzeitig eine Patenschaft für die Krippenfiguren übernommen haben.

Übergabe der Ortskrippe durch 1. Bürgermeister Hans Schmitt und den Krippenbauern an die Öffentlichkeit. Damit alle Helferinnen und Helfer die am Krippenbau mitgewirkt haben, nicht in Vergessenheit geraten, hat Rudi Görtler ein von ihm selbst verfasstes Gedicht vorgetragen, in dem jeder Einzelne mit einem Vers bedacht wurde. Musikalische Umrahmung durch den MGV Lyra und der Blaskapelle „Die Maafischer".

Mit dem Reinerlös aus der anschließenden Nikolausfeier kommen weitere 2.200,- DM zum Krippenkonto, das dadurch auf 19.303,03 DM angestiegen ist.

Mit der Krippenszene „Mariä Verkündigung" beginnt die Vorweihnachtliche Zeit, „Herbergssuche" „Heilige Nacht" und „Flucht nach Ägypten" folgen.



Erste Eröffnung

Jahr 2001

Mit dem Weiterbau der Krippenszene „Drei Könige" beginnen die Krippenbauleute in der zweiten Hälfte des Jahres. Die Feuerstelle für die Verkündigungsszene und der beleuchtete Stern über dem Krippenstall sind weitere Planungen. Durch diese Arbeiten im Jahr 2001 die mit dem gleichen Elan durchgeführt werden erhöhen sich die freiwilligen Arbeitsstunden des Krippenteams auf ca. 1000.

Die Gemeinde Viereth-Trunstadt erwerben durch den Verkauf des Anwesens Treuter die dazugehörende Scheune, die jetzt unter anderem als Lager für die Krippe und seinem Zubehör dient.

Auch das Spendenkonto wächst im zweiten Jahr, insgesamt werden 24.103,30 DM von Privatleuten und Ortsansässigen Firmen für die Krippe gespendet.



Krippenszene Drei Könige

Jahr 2003

Erstellung und Herausgabe der Chronik „eine Idee wird Wirklichkeit" mit Texten und Bildern über den Bau und die Entstehung der Vierether Ortskrippe.

Zu beziehen bei den Herausgebern Robert Nüßlein und Rudi Görtler.



Jahr 2004

„Vierether Krippenfreunde", so bezeichnet sich inzwischen das Krippenteam, beschließen bei ihrer jährlichen Zusammenkunft im Herbst, wo man die Termine für den „Krippenkalender" für die bevorstehende Krippensaison bespricht, in der Krippensaison 2004/2005 den Umbau der Verkündigungsszene. Statt des bestehenden Viehstalles neben der Wohnstube wird eine „Schreinerwerkstatt" für den Hl. Josef eingerichtet. Weiter beschließt man durch den Kauf einer weiteren Krippenfigur im Jahr 2005 die Krippenszene „Maria bei Base Elisabeth" einzurichten. Dadurch kann man in der Advents- und Weihnachtszeit 2005/2006 mit insgesamt sechs wechselnden Szenen aufwarten.

Erwähnenswert ist auch der Geist, Idealismus und Gemeinschaftssinn, der innerhalb der „Vierether Krippenfreunde" herrscht, deren außergewöhnlicher Einsatz bis zum heutigen Tag die Pflege und der Erhalt der Ortskrippe am Herzen liegen.



Jahr 2005

Weiter legt man durch den Kauf der Krippenfigur „Elisabeth“ fest, eine neue Krippenszene „Maria bei Base Elisabeth" mit dazu passender Kulisse einzurichten. Dadurch kann man in der Advents- und Weihnachtszeit 2005/2006 mit insgesamt sechs wechselnden Szenen aufwarten.

Die Vierether Krippenfreunde unternehmen ihre erste Krippenfahrt am 28.12. und besuchen die 8. Plößberger Krippenschau in Plößberg.



Jahr 2007

Die Krippenfahrt am 28.12. führt nach Bamberg zum „Bamberger Krippenweg, wo man einige Stationen besuchte.



Jahr 2008

Wie schon im Jahre 2004 veranstalten die „Vierether Krippenfreunde“ am Sonntag, den 14.12. unter dem Motto „Bethlehem ist überall“ im Vierether Pfarrsaal ihre 2. Krippenausstellung. 45 Hauskrippen aus Viereth und Umgebung werden ausgestellt. Der Erlös und die Spenden sollen für den Kauf eines „Hirtenhundes“ verwendet werden.

Die Krippenfreunde besuchen am 28.12. den Krippenweg in Neunkirchen a. Sand.



Jahr 2009

Nach den Vorschlägen von verschiedenen Künstlern beauftragte man den Bildhauer Dieter Robert Frank aus Milz/Römhild in Thüringen das Krippentier „Hirtenhund“ anzufertigen.

Am 3.1.2010 führt die Krippenfahrt zum Volkskundlichen Museum in Arzberg Bergnersreuth um die Sonderausstellung „Weiß’sche Weihnacht“ aus der Sammlung Hermann Weiß zu bestaunen.



Jahr 2010

Am 29.12. besuchten die Krippenfreunde nach 2005 erneut die Plößberger Krippenschau, die schon zum 9. Mal stattfand.



Jahr 2011

Das Jahr 2011 wird wohl als Höhepunkt in der Vereinsgeschichte der Vierether Krippenfreunde eingehen und wohl für immer in Erinnerung bleiben.

„Folgt seinem Stern“unter diesem Leitgedanken präsentierte sich der Vierether Krippenweg mit 20 Stationen, den die Vierether Krippenfreunde anlässlich des 1100-jährigen Dorfjubiläums am 3. und 4. Adventswochenende im alten Vierether Dorfkern veranstalteten.
Den Beginn des Krippenweges bildete die Dorfkrippe, die im Jahr 2000 von den Ortsvereinen erstellt wurde und von den Krippenfreunden alljährlich in der Advents- und Weihnachtszeit vor dem historischen Rathaus aufgestellt wird.
Der ehemalige Laden der Fa. Walter Holland diente als Ausstellungsraum für Hauskrippen und Bildhauer Dieter-Robert Frank aus Milz/Rhön zeigte die Kunst der Figurenschnitzerei.
Zusätzlich wurden an den Verkaufsständen Accessoires (Fair Handel/Mission) aus der 3. Welt und Christbaumschmuck eines einheimischen Hobbykünstlers zum Verkauf angeboten.
Mit in den Krippenweg eingebettet waren auch die Kirchenkrippe in der Pfarrkirche St. Jakobus d. Ältere und vier Kapellen, die sich entlang des Krippenweges befanden.
Weitere Anziehungspunkte bildeten eine „Stallkrippe“ mit lebenden Tieren (Esel, Schafe u. Ziegen) in der Gemeindescheune, in der zusätzlich noch Hauskrippen aus ausgestellt waren.
Kinder konnten sich in der eigens für den Krippenweg eingerichteten Krippenbauschule unter fachkundiger Anleitung des Krippenbaumeisters Karl-Heinz Exner und seiner Helfer eine eigene kleine Krippe basteln.
Die Steinkrippe vor dem Wohnhaus des einheimischen Künstlers Reinhard Klesse, ein Modell der ehemaligen „Jakobuskapelle“ im Bachweg, die Jakobuskapelle in der Rathausmauer, das „Milchhäusla“ mit einer „Strohkrippe“, die von den Vierether Landfrauen gestaltet wurde, sowie eine Wurzelkrippe in einer alte Scheune in der Blumenstraße waren mit in den Krippenweg einbezogen. Eine der Attraktionen war unter anderem die „Biker-Krippe“ in einer Garage in der Mittelstraße, die vom Stammtisch „Vierether Freaks“ gestaltet wurde.
Auch die Schaufensterauslagen der Filiale der Sparkasse und Apotheke, sowie einer Lagerhalle dienten als weitere Stationen.
Ein 15-köpfiges Fernsehteam des Bayerischen Fernsehens berichtete vor Ort in einer Live-Sendung in der Abendschau in „Franken aktuell“ am Donnerstag, den 15. Dezember vom Vierether Krippenweg.
Die Musikalische Umrahmung übernahmen an allen vier Veranstaltungstagen die Bläserklasse des Jugendblasorchesters und die Blaskapelle „Die Maafischer“.
Kinder aus dem Kindergarten St. Jakobus führten in der Gemeindescheune ein Singspiel auf und das „Advent-Singspiel“ das der Kinderchor „Vierether Jakobusspatzen“ mit Unterstützung der Flötengruppe in der Pfarrkirche aufführte ist besonders hervorzuheben.
Ebenso die Gesangsvorträge des Landfrauenchors und des Männergesangvereins „Lyra“ Viereth an der Dorfkrippe.

Die Krippenfahrt führte am 29.12. zur Krippenausstellung in der Alten Schule nach Hirschaid.



Jahr 2012

Am Samstag, den 29.12. besuchten die Krippenfreunde das Krippenmuseum in Oberstadion/Oberschwaben.



Jahr 2013

Im Frühjahr beschließen die Krippenfreunde einstimmig mit „Maria u. Josef, lassen sich in die Steuerlisten einschreiben“ eine neue Krippendarstellung anzuschaffen. Für diese 7. Krippendarstellung ließ man bei Bildhauer Dieter Robert Frank (Milz/Römhild) einen Römischen Soldaten anfertigen. Diese neue Krippenfigur ist so ausgelegt, dass man sie auch als Hirte für eine andere Krippendarstellung verwenden kann. Des Weiteren fertigte man auch eine dazu passende Kulisse in Form einer Stadtmauer an.

Erwähnenswert ist auch der Geist, Idealismus und Gemeinschaftssinn, der innerhalb der „Vierether Krippenfreunde" deren Mitglieder in den vergangenen 12 Jahren auf 22 Personen angestiegen ist, herrscht und deren außergewöhnlicher Einsatz bis zum heutigen Tag die Pflege und der Erhalt der Dorf- und Kirchenkrippe am Herzen liegen.